In den Lüften segelnd,
unbewusst, vertraut der farbige Vogel...
Dem Lichte sich öffnend
vertraut die Knospe. Bald wird sie ihren Duft, ihre Schönheit,
ihre Pollen verströmen...
Nur der Mensch ängstigt sich
in den Wechselfällen des Lebens, unwissend wonach er sucht, doch
zugleich, ohne es zu bemerken, glaubt und vertraut er...
Ohne sich darüber
Rechenschaft zu beben, vertraut er dem Automatismus der Organe...
Er vertraut darauf morgens
aus dem Schlaf zu erwachen, ohne dafür irgend eine Garantie zu
besitzen...
Er geht langfristige
Verpflichtungen ein und glaubt, dass es ihm gelingen wird sie
einzuhalten, ungeachtet, jeglicher Sicherheit, dass dem so sein
wird...
Vertrauensvoll isst er das
Brot, um es dem "Wunder" der Verdauung zu überlassen...
Vertrauensvoll trinkt er das
Wasser, ohne das er nicht überleben kann, und zweifelt nicht an
seiner Trinkbarkeit.
Vertrauen ist innere Sonne.
Der Glaube ist göttliches
Licht, verborgen im Geist, das Hoffnung in das nach Liebe
dürstende Herz giesst.
Seele, Pilgerin der Liebe und
Schönheit, vertraue!
Wenn deine Füsse auf dem rauen
Pfad schmerzen, schreite weiter!
Wenn dich nach Zärtlichkeit
dürstet, lebe!
Wenn du Schmerz und
Verzweiflung besiegen möchtest, vertraue!
Vertrauen ist Gegenwart
Gottes im Herzen, die dem Geiste in brennender Not Segen gewährt.
Buch: Das Vermächtnis der Liebe
Autor:Divaldo P.Franco, diktiert
von Geist: Eros
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